Große Ambitionen, vertraute Fehler
Kojimas Death Stranding 2 verstärkt sein charakteristisches filmisches Chaos, fühlt sich jedoch weniger nach einer mutigen neuen Richtung an und mehr nach einer vorhersehbaren Fortsetzung. Die Flure von Kojima Productions sind mit riesigen Postern vergangener Ruhmestaten geschmückt, ein wörtliches Heiligtum seiner eigenen Legende—sowohl faszinierend als auch leicht narzisstisch. Während die Ambitionen des Spiels klar sind, stützt es sich stark auf übervertraute Metal Gear Tropen, was wenig Raum für frische Überraschungen lässt. Das Ergebnis ist ein Liebesbrief an sich selbst, schön, aber repetitiv. Für Fans ist es ein weiterer Nostalgie-Kick; für andere ist es eine Erinnerung daran, dass selbst Genies sich wiederholen können. Death Stranding 2 mag großartig sein, ist aber alles andere als unverzichtbar.